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1. Pipertreffen in Aach am 7. und 8. Juli.

In Zusammenarbeit mit uns veranstalteten die Kollegen aus Aach das erste Piper-Treffen der Piper IG in Deutschland Süd auf dem Modellflugplatz der MFG-Aach. Es war ein zwanglosen Treffen mit Piper-Piloten, um sich kennen zu lernen und sich auszutauschen. Von unserem Verein sind 3 Piperpiloten vertreten. Die Bewirtung wurde aufgeteilt. Wir übernahmen das Essen, die Kollegen aus Aach die Getränke. Es war freier Flugbetrieb. Wir führten Seglerschlepp durch und alle Modelle konnten am Flugbetrieb teilnehmen. Schon mal vorab gesagt, wir hatten ein schönes und erholsames Wochenende.

Drei lustige Kollegen aus der Schweiz sind schon da als wir am Samstag ankamen. Die Piper von Ueli, Fred und Peter standen bei unserer Ankunft am Samstag schon fertig aufgebaut im Vorbereitungsraum. Die wunderschöne Piper von Peter stach mir gleich ins Auge. Der Nachbau der Piper aus dem Nachbarort Blumberg war seine Vorlage. Mit sehr viel Liebe zum Detail ist bei diesem Modell das Cockpit ausgebaut. Aus der Nähe könne man meinen, man schaut in das Original. Mit den 3 Kollegen hatten wir noch unseren Spaß. Und wir ließen alles gemächlich angehen. Zu Mittag wurde erst mal ausgiebig gegessen. Die von Bernd zubereiteten Steaks und Würste waren wieder mal weltklasse. Außerdem hatten wir einen riesigen Hunger.

Nach dem Mittagsschläfchen konnte dann geflogen werden. Frank hatte eine Carbon Cab SS dabei. Das elektrisch betriebene Modell ist motorisiert mit einem Strecker - Reisenauer Kombi. Als Antriebsakku sind 12S-2P Lipozellen mit einer Kapazität von 5000 mAh verbaut. Flugzeiten um die 20 Minuten sind möglich. Der Propeller 27 x 14 Zoll bringt das Modell gigantisch schnell auf Höhe. Die Rollstrecke beim Start beträgt heute beim Gegenwind keine 3 Meter. Man bedenke,  dabei hat das Modell hat eine Spannweite von 4300mm und ein Gewicht von 21 kg. Bei dieser Größe vom Modell jedoch ergibt sich eine sehr geringe Flächenbelastung. So sind diese Flugleistungen nur möglich. Pro Flug werden 4 Flugakkus geladen über die vorhandene Stromversorgung. Das benötigt eine kleine Weile. Sind die Akkus wieder voll kann der nächste Start erfolgen.
Die Piper Pawnee von Richard kam bei den Zuschauern gut an. Er hatte ein Sprühanlage im Flieger eingebaut. Aber nicht mit Wasser, sondern mit dem Abgas vom Motor und einer Rauchanlage. Unter der Flügelhinterkante hatte er Rohre mit Düsen aus GFK, welche den Rauch verteilen. Dies sieht in in der Luft sehr realistisch aus. Ich habe vom Flug einige Videosequenzen erstellt. Diese könnt ich hier anschauen. Das Modell ist von der Fa. Bruckmann, die Spannweite ist  3300mm. Der Flieger hat ein Gewicht von 18kg. Als Motor ist ein 3W-100 eingebaut. An beiden Tagen war das Modell Publikumsliebling und konnte bei zahlreichen Flügen und Schlepps bewundert werden. Vor allem waren die Langsamflugeigenschaften, mit gesetzten Klappen beeindruckend.
Peter ist am Schrauben. Eine harte Landung hatte das Fahrwerk seiner Piper ein bisschen beschädigt. Das Modell wird kurzerhand an der Markise seines Luxuswohnmobil aufgehängt. Er hat mir erzählt, dass er lange gesucht hat bis er so ein großes Mobil für seine Modelle gefunden hat. Die Kollegen haben derweil immer ein Fläschchen sauren Most in der Hand und unterstützten ihn durch kluge Ratschläge. Ja, solche Ratschläge haben wir Modellpiloten immer parat!

Und schon wieder lassen wir es uns schmecken. Walter hat wieder seinen Mongolengrill dabei. Für ca. 30 Personen sind 12 kg Geschnetzeltes und eine Unmenge Gemüse gerichtet.  Es war eine riesige Gaudi auf der großen Stahlplatte die eigen Mischung aus Gemüse und Fleisch zuzubereiten. Wenn man so eng beisammen steht bekommt man ja auch manchmal was vom Nachbarn ab. Das ergibt dann die besondere Mischung.

Kaum ist das Essen fertig nehmen wir Platz und lassen es uns schmecken. Damit es besser rutscht wird immer mit ein wenig Flüssigkeit nachgespült. Wenn wieder Plätze an der Platte frei sind wird erneut aufgestanden und die nächste Portion zubereitet. Ja dieses Essen ist ja sehr leicht. Einige Portionen mehr schaden da nicht. Sind wir satt kommt noch der Nachtisch. Da lässt es sich Walter nicht nehmen, noch einige Crepes gekonnt zu servieren. Und diese Teile schmecken so fein - da geht ja noch ein zweiter rein.

So verbringen wir bis zur späten Stunde mit geselligem Beisammensein, ausreichend Flüssigkeit und untermalt von schönen Liedern zum "Mitsingen" vom Herrn mit der Quetschkomode. Und der Mann spielt den ganzen Abend. Ohne Pause, ohne Wiederholung und alles aus dem Kopf. Alle Achtung!

Wir verbrachten ein wunderschönes Wochenende bei den Kollegen aus Aach beim 1. Süddeutschen Pipermeeting. Es waren zwar noch nicht allzu viele Piperpiloten da. Leider war zu diesem Termin auch noch gerade ein Meeting an einem anderen Ort. Doch das Event wird sich sicherlich herumsprechen, von denen die da waren. Denn so was macht die Runde. Beim nächsten Meeting 2013 wird dies schon anders ausschauen.  Wir freuen uns schon drauf.

Ein recht herzliches Dankeschön an die Gäste für den Besuch, den zahlreichen fleißigen Händen der MFG-Aach und MBG-Radolfzell. Ohne diese zuverlässigen Mainzelmännchen sind solche Veranstaltungen nicht möglich.

Bis zum nächsten Mal.
Euer Gerhard.


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Gerhard Kenner