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Besuch bei der IG-Nurflügel auf der Axalp.


22.06.2012 - Noch ein Blick auf die Wettervorhersage. Für Samstag und Sonntag ist Sonne angesagt. Besser kann das Wetter gar nicht werden. Wir sind guter Dinge und freuen uns schon jetzt auf das anstehende Wochenende. Noch am Freitag wird alles reisebereit hergerichtet, damit wir am Samstag pünktlich um 7 Uhr die Anreise antreten können. Wir wollen ja pünktlich um 10 Uhr dort sein. Dieses Mal sind wir 4 Vereinskollegen an der Zahl. Bernd fährt, Thomas und ich begleiten ihn auf der Reise zur Axalp. Stefan kommt selbst hinzu.
23.06.2012 - Die Anreise erfolgt ohne Stau und so sind wir pünktlich um 10 Uhr auf der Axalp angekommen. Die Kollegen der IG-Nurflügel sind bereits an der Startstelle. Kein Wunder, ist ja super Flugwetter. Wir genehmigen uns erst noch ein Kaffee, bzw. eine Ovo und schauen von unten dem Flugbetrieb zu. Wir genießen nach 3 Stunden Anfahrt das herrliche Bergpanorama. Nachdem wir das Zimmer bezogen haben wagen auch wir die Anfahrt zur Startstelle.

Bild 1 - Dort angekommen montieren wir unserere Modelle, und erreichen nach kurzem Aufstieg den Startplatz. So viele Nurflügelpiloten waren schon lange nicht mehr zusammen. Auf eine Länge von ca. 100 Meter sind die Plätze bereits belegt. Wir reihen uns hinten an und benötigen einige Zeit um jeden Kollegen gebührend zu begrüßen. Da heute so viele Nuris vorhanden sind, ist wieder mal Fotomontage angesagt. Immer 4 Bilder auf einem Bild zusammengefasst sollen den Bildbericht verkürzen und doch einen Eindruck über das Geschehen vermittlen.

Bild 2 - Helmut hat seinen neuen Nuri dabei. Das Brett hat eine super Leistung und fliegt über den Mittag meist eine Etage höher. Bernd hatte heute den Sportwing und den Maba, Thomas den Tabu und den Erwin, ich den Minus dabei. Diesen habe ich mit einem Wechselrumpf mit E-Antrieb ausgerüstet. Hier ist der Minus noch ganz. Darüber berichte ich im Abschluss vom heutigen Tagesbericht. Heute besucht uns ein neuer Kollege, welcher Kontakt mit Gerd gehabt hat. Thomas Laqua hat mehrere Modell aus seiner Produktion mitgebracht. Dabei einige Versionen der Strong - Familie, ein Etto und ein Ares. Der zuletzt genannte Nurflügel hat mir besonders gefallen. Das Modell ist als CNC - Frässatz erhältlich und hat sehr gute Leistungen. Die von ihm mitgebrachten Modelle beeindrucken durch sehr gute Flugleistungen und einem sehr hohen Geschwindigkeitsspektrum. Bei einigen schnellen Überflügen habe ich mich doch etwas geduckt.

Bild 3 - Michael überrascht uns jedes Jahr aufs Neue. Letztes Jahr ist im seine kleine Horten entflogen. Dieses Jahr hat er diese einfach größer gebaut. Richtig Michael, so sieht man den Flieger besser. Die Flugleistungen sind unverändert gut. Der kleine Unterschied ist: bei diesem Horten kann er den Sender auf den Boden legen. Das Modell zieht dann von selbst seine Bahnen. Dreimal dürft ihr raten, wer auch dieses Jahr immer der höchstfliegende war? Außerdem hat er wieder bewiesen, wie man mit geringstem Materialaufwand das beste Ergebnis erzielen kann. Weiter so Michael! Von dir kann man noch was lernen.

Bild 4 - Und so herrscht reges Treiben bis in die späten Abendstunden hinein, oder auch gesagt: bis der Aufwind nachlässt. Auch der CO9 von Andreas fliegt wieder. Unser Stefan ist heute wieder Dauerflieger mit dem reparierten Sharky und Bernd steht heute den ganzen Mittag am Hang, nachdem er ausgeschlafen hat. Die Hand am Knüppel und die Nase im Aufwind. Interessant ist die Tragflügelgeometrie von Stephans Shark. Daneben die normale Flügelform. In der Luft sieht dies Flügelform beeindruckend aus, ähnlich wie ein Vogel. Nach seiner Aussage ist es nur ein bisschen schwieriger den Schwerpunkt zu errechen und sollte deshalb erfolgen werden. Auch mit den Gleitschirm - Kollegen müssen wir immer rechnen. Diese sehen wo es hoch geht bei den Modellen und mischen sich zu den kreisenden Modellen hinzu. Dabei ist Vorsicht geboten und wir ziehen uns etwas zurück. Es ist ja ausreichend Platz am Hang.

Resümee vom Samstag: wir hatten geniales Flugwetter und jeder der Anwesenden hatte reichlich Gelegenheit sein neues Geräte vorzustellen. Ich hatte leider etwas Pech. Gerne fliege ich etwas abseits um dem Gedränge im Pulk zu entgehen. Beim engen Kreisen von vielen Modellen im Aufwind ist nichts geschehen. Abseits im freien Lufraum hat mich ein Kollege übersehen und abgeschossen. Er war einfach schneller und schwerer als mein Modell. Bis auf den Rumpf war am Minus alles zerstört. Er hatte keine Macke am Modell. Aber ich wollte ja sowieso das Projekt mit den verschiedenen Tragflügelgeometrien angehen. Nun eben etwas zeitiger.

Im Chemihüttli hatten wir wieder das gemeinsame Abendessen. Was soll ich sagen? War eben so wie immer. Dieses Mal ein hervorragendes Cordon bleu mit Pommes und Spinat. Danach noch ein üppiges Vanilleeis mit heißen Waldbeeren. Ja man ist eben schon verwöhnt! Gegen 22 Uhr bin ich dann nur noch in das Bett gefallen und habe gewartet bis mich der Kollege "Hahn" wieder aus dem Schlaf gerissen hat. 4 Uhr war vielleicht ein bisschen früh. Doch schlafen kann ich ja auch zu Hause.


Und da war dann noch der Sonntag.
Bild 5 - In der Früh nur blauer Himmel, ohne Wolken. Ein bisschen Wind wäre vielleicht nicht schlecht (ja sind wir denn nie zufrieden?). Der wird schon noch kommen! So waren die Vorstellungen am Morgen. Heute kommen vielfach die mit Elektroantrieb oder die mit Hochleistungsgeräten zum Einsatz und mehrere Kollegen schauen zu. Ist ja auch schönes Wetter um in die Sonne zu liegen. Heute startet Bernd mit seinem elektrifizierten Minus zum Erstflug. Er hat lange Zeit kontrolliert und so klappt der erste Start mit Elektroantrieb (fast). Er hat vergessen die Bremse zu programmieren. Mit laufendem Propeller ist der Gleitwinkel nicht allzu gut. Nach dem Flug landet er den Minus. Das war es für ihn heute. Denn er hat die Programmierkarte vergessen. Kein Beinbruch. Dann ist ist heute wieder der Mamba und der Wing dran. Ich begnüge mich heute mit dem Gritter, welcher ich glücklicherweise mitgenommen habe.

Gruppenfoto vom harten Kern - Hätten wir das Foto am Samstag gemacht wären sicherlich noch mehr Modelle und Kollegen drauf. Im Hintergrund vom Bild kündigen sich schon einige Windwolken an. Es wurde heute noch richtig gut mit dem Aufwind, das kann ich ja schon mal verrraten.

Heute gehen noch mehrere Modelle zu Bruch. Stefan startet sein Delta mit 35 MHz. Nach ca. 100 Meter geht es nur noch senkrecht nach unten. Es ging einfach nichts mehr, so seine Aussage. Schade um das Modell.

Eugen fliegt (flog) heute seinen Voll - GFK - Segler nach einigen Flugminuten signalisierte ihm sein JETI - System 2,4 GHz, dass keine Verbindung zum Modell mehr vorhanden ist. Das war auch am Modell zu sehen. Der Flieger stürzt aus großer Höhe 10 Meter von der Stelle ab, an dem Stefan einschlug. Der Flieger ist danach restlos zerstört und die Rumpfspitze mit Akku ward nicht mehr gefunden. Deshalb kann auch nicht festgestellt werden, ob der Akku das Problem war.

Wir hatten ein wunderschönes Wochenende bei den Kollegen aus der Schweiz. An dieser Stelle gleich ein recht herzliches Dankeschön an Eugen, den stetigen Organisator dieser Treffen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Treffen in Flumserberg am 18. August.

Am Samstag hatten wir geniales Flugwetter und zahlreiche Modelle samt Piloten. Sonntag war es eher ein bisschen ruhiger. Immer wieder ist es toll hierbei neue Kollegen mit dem gleichen Interesse kennen zu lernen. Mit jedem Treffen habe ich wieder neue Ideen gewonnen und stelle mir die nächsten Aufgaben. So muss es wohl sein. Es ist doch toll zum nächsten Treffen mit einem neuen Modell zu erscheinen. Oder nicht?

Die Unterkunft im Chemihüttle war, wie gewohnt genial und das Essen besser wie daheim. Wir kommen nächstes Mal gerne wieder.
Die Kollegen der Modellbaugruppe Radolfzell.

Die nachfolgenden kurzen Filme vermitteln euch einen Eindruck über das Treffen.
Stefan hat noch einen tollen Film über das Event gedreht.
Ebenso hat Denis das Geschehen im Film festgehalten.


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Gerhard Kenner