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Nurflügeltreffen auf dem Ipf (Titel könnte auch sein "die 10 Gebote"). Nachdem wir am letzten Treffen in Flums nicht dabei waren ist es wieder mal soweit. Da das Treffen im eigenen Ländle stattfindet müssen wir da ja hin. Die Flieger sind eingepackt und Winterbekleidung ist dabei.
Wir
wurden ja von Michael vorgewarnt.
Der Ipf liegt
weit vorgelagert den Alpen, im Ries, in einer der kältesten Gegenden
Baden Württemberg. Die Einheimischen sprechen von Klein Sibirien und hat
die unangenehme Eigenschaft, bei Wettereintrübungen oder Bewölkung kann es
im September schlagartig Arsch kalt werden. Deshalb ist es unbedingt
erforderlich : Nach einer Anreise von ca. 3,5 Stunden sind wir angekommen. Die Wettervoraussichten sind genial. Samstag 22 Grad und Sonntag noch wärmer. Das bei leichtem Hangwind aus Südosten. Ja noch die ganze nächste Woche soll es schön bleiben. Wir haben uns, auf Rat von Michael hin entsprechend angekleidet. Am Zielort angekommen, stellen wir fest, wir haben die Sonnenkreme vergessen. |
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| Samstag. Gut ausgeschlafen im Grünen Baum, einer rustikalen Unterkunft in Zöbingen treffen wir uns beim gemeinsamen Frühstück. Gegen 11 Uhr hält uns nichts mehr in der Unterkunft. Der Wind passt und es ist bereits schön warm. Schon bei der Anfahrt über Bopfingen können wir den Ipf von allen Seiten bestaunen, denn bis wir den Zielort erreicht haben, fahren wir einmal um den ganzen Berg herum. Die angereisten 4 Schweizer Kollegen werden bei den Begriff "Berg" etwas schmunzeln. Die Hügel sind bei uns eben noch kleiner. Aber wir wissen ja alle: es kommt nicht auf die Größe an! | |
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| Am Hang angekommen breiten wir uns aus und bauen die Modelle zusammen. Hier sind heute alle Generationen zu finden. Vom Voll-GFK-Flieger über den in Holz gebauten Nuri bis hin zum EPP geschnittenen und mit Klebeband überzogenen Flieger. Davon hat Michael, unser Organisator gleich 2 mitgebracht. Da diese so farbenfroh gestaltet sind muss ich das natürlich im Bild festgehalten. Wenn er heute nun noch zum Fliegen kommt ist alles klar. Das erwähne ich an dieser Stelle bewusst. Denn da gibt es in Bopfingen einen Modellfllugverein und der verteilt kleine gelbe oder auch weiße Berechtigungsscheine zum Flugbetrieb mit den 10 Geboten drauf. Das 3. Gebot verweist auf das Mitführen vom Versicherungsnachweis. Und genau diesen möchte der kontrollierende Kollege aus Bopfingen sehen. Der erworbenen gelbe Berechtigungsschein scheint ihn nicht zu interessieren. Michael kann hat die Versicherung in der Unterkunft vergessen. Er schaut heute zu. Gegen Mittag kommt dann ein weiteres Mitglied vom ansässigen Verein. Er bekleidet die Funktion vom Kartenprüfer und Tauscher. Die versehentlich falsch ausgegeben Karten werden nun, gelb gegen weiß ausgetauscht. So hat eben im Schwabenlände jeder seine Funktion, zur Belustigung unser Schweizer Kollegen. | |
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Aber dafür kommen wir ausgiebig zum Fliegen, denn ab Mittag kommt
zum Wind noch Thermik auf. Manchmal wird es eng in der Luft, da
zahlreiche Modelle in der Luft sind. Und aus diesem Grund gibt es das
4. Gebot. Es dürfen sich 20 Modellflieger auf dem Ipf aufhalten und
nicht mehrt als 10 Modelle in der Luft sein. Da aber all unsere
Flieger ohne Rumpf und Leitwerk sind werden diese vom Flugleiter
nicht als volle Flugmodelle gewertet. Zeitweise sind doch mehr in
der Luft. Wird nicht geflogen wir unerlaubterweise auf der
mitgebrachten Decke geruht. Hier verstoßen wir wieder gegen das 10.
Gebot. Ja, im Schwabenländle scheint fast alles geregelt zu sein. Nur Gert hat eine Lücke gefunden. Es hat ja hier ausgiebige Landemöglichkeiten. Ab und zu stehen aber auch einige Büsche. Und solch einen sucht er sich zur Landung aus. Dafür gibt es kein Gebot. Leider weiß sich der Schlehenbusch mit seinen Dornen zu wehren und so tut die Bergung vom Modell ein bisschen weh. |
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Sonntag. Heute ist es noch wärmer und der Wind hat etwas
nachgelassen. Dafür flimmert es über den Dächern von Bopfingen. Es
hat schon in der Früh zeitweise ausgiebig Thermik. Stefan
spannt den Gummi von seinem riesigen Delta. Leider dreht in diesem
Moment der Wind und es geht nur noch abwärts. Er landet unten am
Hang. Ob das wohl erlaubt ist?. Da gibt es doch das 6. Gebot. Aber
ich denke, da war höhere Gewalt im Spiel. Die leistungsstärksten Nuris sind heute der CO9 von Andreas und der Sirius von Martin. Diese doch etwas größeren Teile haben eine tolle Leistung. Wir fliegen an der Hangkante. Die zwei schauen immer senkrecht nach oben und kreisen unter den Wolken. Es sind auch einige F3J-Piloten anwesend, welche aus dem Staunen nicht heraus kommen. Ja so ein Nurflügel hat eben nur dass, was es zum Steigen braucht. Richtig geraten - die Flügel! |
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Stefan und Markus haben heute einen Sharky erworben. Die beiden
haben richtig Spaß an diesem Modell. Abwechselnd steuert mal der
Vater, dann der Sohn den Nuri bis hin zum letzten Flug an diesem
Tag. Bei einem negativen Looping verliert der Flieger den
Kabinenteckel und der Empfänger fällt aus dem Rumpf. Der Sharky
stürzt führerlos in das Tal. In einem Rapsfeld schlägt er auf und
wird stark beschädigt. Da es am Nachmittag doch recht warm wird ziehen wir uns immer mal wieder in den Schatten einer Linde zurück. Ein netter Plausch im Schatten tut eben auch gut. |
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| Gegen 15 Uhr geht es für einige von uns nochmals zur Unterkunft. Die zahlreich angebotenen Wildgerichte sind so gut und wir müssen uns vor der Heimfahrt ja nochmals stärken. Wir hatten ein wunderschönes und vor allem lustigen Wochenende am Ipf. Die Kollegen vom ansässigen Verein haben sich da ja sehr angestrengt. Der Altweibersommer hat dann noch sein Bestes getan, um uns bei Laune zu halten. An dieser Stelle ein "recht herzliches Vergeltsgott" an Michael für Organisation von diesem Event. Seit er mir den Witz mit dem Pfarrer erzählt hat, weiß ich nun auch wie das bei Euch so läuft mit der Entlohnung. Uns, vom Bodensee hat es sehr gut gefallen und wir kommen auch nächstes Jahr wieder. Die Küche im Grünen Baum war sehr gut. Da muss es doch in der Familie einen Jäger geben. Vom Wildschweinbraten, dem Rehrücken bis hin zum Wildtöpfle gab es alle Variationen die Karte rauf und runter. Und das vor Allem zu sehr moderaten Preisen. Das betonten auch immer wieder unsere Kollegen aus der Schweiz. Bis bald beim nächsten Nuri - Treffen. Sei es wieder in der Schweiz oder auch in Deutschland. Es ist an beiden Orten schön mit Euch! |
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| Gerhard Kenner |