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Nurflügeltreffen auf der Axalp.


 

Sonne pur, 28 Grad Lufttemperatur, überwiegend leichte Sommerbekleidung im Gepäck. So treten wir am Freitag die Anreise zur Axalp in der Schweiz an. Unterwegs treffen wir auf eine Umleitung und einige Straßen kennt das Navi nicht. Da wir des Lesens mächtig sind kommen wir nach 3,5 Stunden doch noch am Ziel an.

Die ersten Kollegen sind eingetroffen. Das Zimmer wird bezogen und das Billet für die Mautgebühr gekauft. Und schon geht es an den naheliegenden Hang zum Modellfliegen. Heute sind ideale Bedingungen, der Wind steht richtig und nach dem kurzen Aufstieg werden die Nurflügel aufgebaut und ihrem Element übergeben.

Auch wenn der Hangaufwind noch so um die Nase bläst und zum Modellfliegen lockt. Zuerst ist die Sonnencreme dran. Hier in den Bergen, auf 2000 Meter Höhe ist dies umso wichtiger. Dann geht es aber ab in die Luft.

Ich habe heute den Elektro - Gritter dabei. Diesen habe ich noch letzten Donnerstag umgebaut auf 2,4 Ghz von ACT. Doch dies hätte ich lieber sein lassen. Denn als ich den Flieger in Betrieb nehmen will stelle ich fest, dass eine Antenne aus der Klemmstelle herausgefallen ist. Da macht das Diversity auch keinen Sinn mehr. Mein Flieger bleibt daher heute auf dem Boden und Morgen ist ja auch noch ein Tag. Daher genieße ich die Natur, freue mich am Ausblick und schieße noch einige schöne Fotos.

Durch die kreisenden Bewegungen unserer Nuris angelockt gesellt sich eine Adler hinzu. Das ist doch ein Anblick, welcher auch nicht alltäglich ist. Während dem Fluge dreht er mal den Kopf nach rechts, dann nach links und beobachtet so das Geschehen unter sich. Dirk fliegt heute seinen neuen Sharky ein. Die Ruder sind kräftig angestellt. Grund hierfür ist sicherlich die groszügige Zugabe vom Angstblei. Nach einigen Flügen, wird nach und nach das Blei entfernt und schlussendlich ist der richtige Schwerpunkt erreicht. Der Sharky fliegt, Dirk ist zufrieden.
Gegen Abend läst der Aufwind nach und Bernd startet seinen langjährig erprobten Sportwing. Mit diesem Modell lassen sich recht gut die Aufwinde erkunden. So wie der Sportwind steigt werden die Kollegen aktiv, hängen den Nuri an die Flitsche und gesellen sich hinzu. Ansonsten wird diesen Abend geflogen bis uns der Hunger um 19 Uhr absteigen lässt zur Unterkunft.

In der Ferne sieht man einen Wetterwechsel heran ziehen. Ein bisschen Regen am Abend kann auch nicht schaden. Der Wirt belohnt uns mit einem reichhaltigem Abendessen. Es gibt Schweinerückenbraten mit mehreren Soßen, Bratkartoffeln und Gemüsegarnitur. Das klingt nicht nur toll, es hat auch hervorragend gemundet. So sitzen wir noch bis zur Schlafenszeit zusammen und tauschen uns mit den Kollegen aus. Der Modellflieger hat ja so manches Geschichtchen zu erzählen. Nachts wird unser Schnarchen nur noch vom Dauerregen übertönt.

Den nächsten Tag verbringen wir bis am Nachmittag in der Unterkunft. Die neue Modell werden begutachtet. Am neu gebauten Horten, nach Plänen von Gerd Braun, wird gemeinsam der Schwerpunkt vermessen. Wir stellen fest, der Schwerpunkt, wie Gerd diesen berechnet hat, stimmt auf den Millimeter genau. Bernd erledigt die letzten Arbeiten am Minus und am mitgebrachten Sharky. Für den nächsten Flugeinsatz muss ja alles gerichtet sein.

Am späten Nachmittag hört es dann doch auf zu regnen. Der Dunst verzieht sich jedoch recht langsam. Einige mutige Piloten hängen den Nuri an die Flitsche, setzten aber nach einigen Sekunden wieder zur Landung an. Es will einfach nicht tragen, was aber bei diesem Wetter kein Wunder ist. Und so kehren wir nach einigen Hüpfer wieder zurück in die Unterkunft und gehen zum geselligen Teil über. Fachsimpeln, Essen und tschillen, wie unsere Jugend so schön sagt.

Auch der nächste Morgen verheißt nichts Gutes. Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns die gleiche Suppe wie gestern. Nach ausgiebigen Ausschlafen räumen wir gegen 10 Uhr das Zimmer und treten die Heimreise an. Leider sind unsere neu gebauten Minus nicht zum Einsatz gekommen. Das holen wir dann in unseren Hegaubergen nach.

Grüße von Bernd, Gerhard, Toni und Thomas an die daheimgebliebenen. Es war zwar schlechtes Wetter, aber es war trotzdem schön hier auf der Axalp im Chemihüttle.

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Gerhard Kenner